Headerbild, auf dem eine Lehrerin mit einer Gruppe von Schulkindern in einem Klassenraum steht und ihnen auf einem Laptop etwas auf dem Bildschirm zeigt. Die Kinder schauen aufmerksam zu und sind gemeinsam um den Tisch versammelt.

Atme frei statt CO2

Gute Luft in der Schule

Frische Luft tut gut – das weiß jedes Kind. Doch in vielen Schulen leidet die Raumluftqualität: Der CO2-Wert steigt schnell, Konzentration und Wohlbefinden sinken, das Infektionsrisiko steigt. Lernen wird schwerer, die Gesundheit belastet. Das akzeptieren wir nicht! Die Luftqualität in Schulen wird zum entscheidenden Faktor für Lernen und Gesundheit.

Deshalb setzen wir uns für verbindliche Standards ein, damit die international als IAQ, Indoor Air Quality (Innenraumluftqualität) bekannte Luftgüte in Bildungseinrichtungen nicht länger vernachlässigt wird. In Österreich ist zwar vieles geregelt, aber ein Recht auf gute Raumluft nicht. Unsere Kinder, Lehrer und Lehrerinnen haben Besseres verdient.

Ein Gesundes Lernumfeld beginnt mit verlässlich frischer Luft für alle Kinder. Gesunde Raumluft ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Gesetzliche Raumluftstandards schaffen dafür eine verlässliche Grundlage.

Wir fordern weniger CO2 im Klassenzimmer für mehr:

Ein Piktogramm eines Virus als Symbol für die Verringerung von Krankenständen durch bessere Raumluft
GESUNDHEIT
Ein erhöhter Infektionsschutz in Schulen schützt die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern und verringert zugleich die Übertragung von Viren
Ein Piktogramm eines Buches als Symbol für die Förderung der Leistungsfähigkeit durch bessere Raumluft
LEISTUNG
Ein klar definierter CO2-Grenzwert in Schulen schafft Orientierung und verbessert die Voraussetzungen für konzentriertes Lernen
Ein Piktogramm eines Blattes als Symbol für die Reduzierung der Energiekosten durch bessere Raumluft
NACHHALTIGKEIT
Energieeffizient Heizen und Lüften

Gute Raumluft mit einer maximalen CO2-Konzentration von 1.000 ppm* muss in der Gesetzgebung verankert werden! Sie ist die Voraussetzung für das gesunde Leben und Lernen unserer Kinder und darf kein Luxus sein!

*CO2 entsteht beim Ausatmen und ist das weltweite Standardmaß für Raumlufthygiene. 1.000 ppm heißt, dass 1.000 Teile CO2 pro 1 Million Teile Luft (ppm = parts per million) nicht überschritten werden darf, da darüber mit signifikanten negativen Auswirkungen auf die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit gerechnet werden muss.

Foto einer jungen Volksschülerin in einem Klassenzimmer, welche in die Kamera lächelt

Prominente Unterstützer der Initiative

  • Foto Bernd Lamprecht© JKU
    „Die Konzentration auf die Qualität der Außenluft durch flächendeckende Messungen und gesetzliche Vorgaben hat in den letzten Jahren viel bewirkt. Die Wichtigkeit der Innenraumluftqualität für Gesundheit und Leistungsfähigkeit muss im gesellschaftlichen, sowie politischen Diskurs einen zumindest ebenso hohen Stellenwert bekommen."
    Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernd LamprechtVorstand Universitätsklinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie
    Dekan für Lehre und Studierende, Medizinische Fakultät, Johannes Kepler Universität
    Primarärztevertreter und Hochschulreferent der Ärztekammer für Oberösterreich
    Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie
  • Foto Hans-Peter Hutter© Dujmic
    "Ich unterstütze, weil es höchste Zeit ist, dass endlich etwas passiert. Der Gesundheitsbenefit eines ausreichenden Luftwechsels für Schüler:innen und Lehrende ist zigfach wissenschaftlich belegt. Es ist im Grunde ein Trauerspiel, dass nach wie vor medizinische Empfehlungen nicht umgesetzt worden sind."
    Prof. Dr. DI Hans-Peter HutterUmweltmediziner und Umwelthygieniker am Zentrum für Public Health
    Medizinische Universität Wien
  • Foto Peter Tappler© Tappler
    „Seit Jahrzehnten wissen wir, dass schlechte Luftqualität in Schulen unter anderem die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von SchülerInnen und LehrerInnen massiv beeinträchtigt. Ich unterstütze die Initiative #klasseLuft, weil die gesetzliche Festlegung eines verbindlichen Standards für Lufthygiene ein längst überfälliges Thema in Österreich ist – und das nicht erst seit Beginn der Corona Pandemie.“
    Univ. Lektor DI Peter TapplerLeiter Arbeitskreis Innenraumluft im Bundesministerium für Klimaschutz,
    Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)
    Ständiges Mitglied der Kommission Innenraumlufthygiene (D)
    Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger
  • Foto Michael Schöny© AIT_Krischanz
    „Die Schulluftkampagne adressiert mit ihrem Anliegen die Schaffung einer gesunden Lernumgebung! Die Aufrechterhaltung einer hohen Raumluftqualität in Klassenräumen ist aus meiner Sicht eine Grundvoraussetzung um das Wohlbefinden unserer Schüler sowie die Vermittlung von intellektueller und methodischer Wissenskompetenz zu gewährleisten!“
    Dipl.-Ing. Michael Schöny, BSc BedResearch Engineer AIT Austrian Institute of Technology GmbH
    Lehrender an der HTBLA Mödling
  • Foto Andreas Greml© Greml
    "Die Verbesserung der Luftqualität in Schulen ist sowohl aus gesundheitlicher als auch aus energetischer Sicht wichtig. Die Sicherstellung guter Luftqualität mittels einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung steigert die Leistungsfähigkeit, reduziert die Ansteckungsgefahr und dient dem Klimaschutz.“
    DI Andreas GremlObmann Verein Komfortlüftung
    Fachpartner Klimaaktiv Gebäude
    Technisches Büro Andreas Greml
  • Foto Heinz Fuchsig© Die Fotografen
    „Eigene Messungen in nahezu windstillen Tälern zeigen erschreckend schlechte Luft in Schulen. Spätestens in der zweiten Stunde ist die Konzentration dadurch beeinträchtigt. Ungeeignete Fensterquerschnitte, Sicherheitsbedenken, Energieverlust und Bequemlichkeit verhindern selbst in den Pausen einen ausreichend Luftwechsel. Von draußen kommen häufig Lärm, Schadstoffe und Allergene herein, die der Gesundheit der Kinder zusetzen. Lüftungsanlagen sollten in Schulen Standard sein – das steht übrigens bereits im Lehrbuch der Hygiene von 1870.“
    Dr. Heinz FuchsigArbeits- und Umweltmediziner
    Wissenschaftlicher Leiter des Kurses Umweltmedizin der ÖÄK
  • Foto Prof. Josef Broukal© Johannes Zinner
    "Als ehemaliger Lehrer weiß ich aus erster Hand, wie wichtig gesunde Luft für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Schülern und Lehrern ist. Der Aufenthalt in schlecht belüfteten Klassenzimmern kann zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen und die Konzentration und Leistungsfähigkeit von Schülern und Lehrern beeinträchtigen. Im Montessori-Campus Hütteldorf sind wir so früh hinaus in den Garten gegangen und haben dort unterrichtet. In vielen Schulen gibt es diese Möglichkeit nicht. Da hilft nur Frischluft im Klassenraum. Die Schulluftkampagne 2024 ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Luftqualität in Schulen und zur Schaffung einer gesünderen Lernumgebung für unsere Kinder.“
    Prof. Josef Broukalehem. Abg. z. NR

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache
für weniger CO2 im Klassenzimmer

Der Luftbedarf pro Person und Stunde liegt bei ca. 25 m³. In einem durchschnittlichen Klassenzimmer ohne Frischluftzufuhr kann durchschnittlich in Österreich lediglich der Bedarf von 7 Schüler:innen gedeckt werden, weshalb das Thema Raumlufttechnik in Schulen für den Unterrichtsalltag entscheidend ist. Für eine gesunde Raumluft ist ein regelmäßiger Luftwechsel (Austausch verbrauchter Luft gegen Frischluft) notwendig. Intelligente Lüftungssysteme passen die benötigte Frischluftmenge bedarfsgerecht an und sorgen für eine hygienisch unbedenkliche Frischluftversorgung.

Zwei abstrahierte 3D-Würfelgrafiken vergleichen die gesunde Luftmenge pro Unterrichtseinheit in einem typischen Klassenzimmer: Links stehen vier 3D-Würfel für die verfügbare gesunde Luft, rechts zwölf 3D-Würfel für die erforderliche gesunde Luft.

Fenster-Lüften allein reicht nicht aus

Foto eines geöffneten Fensters mit der Empfehlung, das Fenster mindestens alle 20 Minuten für fünf Minuten zu öffnen.

Intelligente Lüftungssysteme in Schulen sorgen für gesunde Luft ohne Störung des Unterrichts und ohne die gravierenden Nachteile einer Fensterlüftung wie:

  • Wärme-/Energieverlust
  • Störung des Unterrichts (Ablenkung, Außenlärm)
  • Zu wenig Luftaustausch
  • Aus Sicherheitsgründen nicht immer möglich
  • Belastete Außenluft z.B. durch Verkehr, Lärm oder Temperaturspitzen

* OISS Österreichisches Institut für Schul- und Sportstättenbau

Eine moderne Schullüftung reduziert Wärmeverluste, Außenlärm und Sicherheitsprobleme beim ständigen Öffnen der Fenster. So entsteht eine verlässliche Lüftung für Schulen auch bei Hitze, Kälte oder belasteter Außenluft.

Studien zeigen auf:

Piktogramm einer Stoppuhr als Symbol für eine bessere Konzentration bei einer verbesserten Raumluft
12 % SCHNELLER BEI GUTER RAUMLUFT,
2 % WENIGER FEHLER

Bei einer Reduktion des CO2-Gehalts von 2.100 auf 900 ppm verbessern sich die Ergebnisse bei Schultests und Aufgaben.

Studie: Pawel Wargocki et al. The relationship between classroom air quality and childrens performance in school (Denmark 2020)

Piktogramm eines Buches als Symbol für eine gesteigerte Leistungsfähigkeit bei mehr Frischluft.
15 % SCHNELLERE WORTERKENNUNG,
8 % BESSERES BILDGEDÄCHTNIS,
2 % GENAUERE ANTWORTEN

Bei Erhöhung der Frischluft-Ventilation pro Person im Raum um 8 ½ Liter steigert sich die Leistung.

Studie: Zolt Bakó Biró: Ventilation-Rates in Schools and Pupils performance (UK 2011): 8 Grundschulen, 3 Wochen 200 Schüler

Piktogramm eines Kalenders als Symbol für mehr Fehlzeiten bei schlechter Raumluft
10-20 % MEHR FEHLZEITEN
BEI SCHLECHTER LUFT

In Klassenzimmern mit erhöhter CO2-Konzentration (CO2 2.000 ppm statt 1.000 ppm) steigen die Fehlzeiten.

Studie: D.G. Shendell: Association between classroom CO2 concentrations and student attendance (2004 USA): 409 Klassenzimmer; 22 Schulen Washington, Idaho